Was tun mit alter Kinderkleidung? 6 Wege, ihr ein zweites Leben zu geben

Was tun mit alter Kinderkleidung? 6 Wege, ihr ein zweites Leben zu geben

Heute ist Global Recycling Day — ein guter Anlass, endlich diese Tüten mit ausgewachsener Kinderkleidung anzugehen.

Nur rund 22 % aller Textilien, die von Verbrauchern abgegeben werden, landen tatsächlich in der Wiederverwendung oder im Recycling. Der Rest wird oft verbrannt oder deponiert.

Viele von uns haben gute Gründe, alte Kleidung weiterzugeben — sentimentale, praktische, ökologische. Aber die Realität dahinter ist komplizierter als sie aussieht.

Es lohnt sich zu verstehen, was mit einem T-Shirt wirklich passiert, sobald es im Altkleidercontainer landet.

Was passiert wirklich mit alter Kleidung?

Wer eine Tüte Kleidung bei einer Sammelstelle abgibt, hat ab diesem Moment keine Kontrolle mehr darüber, ob die Stücke wirklich ein zweites Leben bekommen.

In Europa werden rund 50 % der gesammelten Kleidung wiederverwendet. Gut erhaltene Stücke bekannter Marken werden in Europa weiterverkauft oder an Hilfsorganisationen weitergegeben. Ein Teil wird gebündelt und nach Gewicht an Second-Hand-Händler in Entwicklungsländern verkauft — was kurzfristig sinnvoll klingt, aber langfristig die lokale Textilindustrie in Afrika schädigt. Die Händler können den Inhalt der Pakete nicht wählen und landen damit oft bei Kleidung, die sich gar nicht verkaufen lässt — ungeeignetes Klima, schlechte Qualität. Diese Stücke landen zwangsläufig auf Deponien.

Rund 35 % der nicht verkäuflichen Textilien werden in Europa als Putzlappen oder Dämmmaterial für die Auto- und Ölindustrie weiterverarbeitet. Ein kleiner Teil wird mechanisch oder chemisch zu Rohstoffen verarbeitet — was durch Mischfasern und unterschiedliche Farbstoffe technisch sehr schwierig ist.

Alles andere wird Abfall oder Energieträger.

Hinzu kommt: Obwohl viele die Altkleidersammlung mit Wohltätigkeit verbinden, ist es in erster Linie ein Geschäftsmodell. Die Branche lebt von Gewinn und setzt stark auf manuelle Sortierung durch migrantische Arbeitskräfte zu sehr niedrigen Löhnen.

6 bessere Wege für alte Kinderkleidung

1. Qualität kaufen — und weitergeben Je besser die Qualität, desto länger hält ein Stück und desto leichter lässt es sich weitergeben. Mitwachsende Kleidung wie Babbily Leggings und Hosen wird über ein Jahr getragen und kann danach problemlos weitergereicht werden.

2. Direkt weitergeben — an Menschen, die sie wirklich brauchen Freunde und Familie mit jüngeren Kindern, Kindergärten als Wechselkleidung, Elterngruppen oder -vereine, oder direkte Anfragen von Hilfsorganisationen — all das ist deutlich wirkungsvoller als der anonyme Container.

3. Verkaufen — offline oder online Privater Flohmarkt oder Kinderflohmarkt, Willhaben, Vinted, Facebook Marketplace oder Secondhand-Gruppen, eBay. Der Online-Second-Hand-Markt boomt — und du behältst die Kontrolle darüber, wer die Kleidung bekommt.

4. Upcyceln und kreativ werden Aus ausgewachsener Kleidung lassen sich praktische Dinge nähen: Taschen, Federmäppchen, Stoffkörbe, Stirnbänder, Kinderkleidung aus Erwachsenenstücken. Mit einem kleinen Funken Kreativität entstehen daraus oft echte Lieblingsstücke.

5. An Hilfsorganisationen spenden In Österreich nehmen Caritas, Rotes Kreuz, Humana, Kolping, Volkshilfe und Hilfswerk saubere Kleidung in gutem Zustand an. In Wien gibt es außerdem den MA48-Tandler — den Second-Hand-Shop der städtischen Abfallwirtschaft. Vorher kurz anfragen lohnt sich, da der Bedarf variiert.

6. Gutscheine eintauschen Einige Modeketten haben sich mit Textilrecycling-Dienstleistern zusammengetan und nehmen alte Kleidung gegen Rabattgutscheine an — darunter H&M, C&A und Adler Modemarkt.

Fazit

Wer aus ökologischen Gründen recycelt, fährt besser damit, aktiver zu werden als nur einen Container aufzusuchen. Ein Altkleidercontainer ist kein Garant dafür, dass die Kleidung ein zweites Leben bekommt.

Die wirksamste Maßnahme bleibt aber eine andere: weniger kaufen, besser kaufen — und Kleidung wählen, die so lange hält, dass sie gar nicht erst so schnell ersetzt werden muss.

Babbily Leggings und Hosen sind aus hochwertiger Bio-Baumwolle mit verstärkten Knien — sie ersetzen drei bis vier normale Hosen und können problemlos weitergegeben werden.

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